Blog-Schließung

7 04 2008

Hallo 🙂 

Ich werde meinen Blog in Kürze aus persönlichen Gründen schließen. Ich habe mich aber trotzdem sehr über eure Kommentare gefreut! Die meisten von euch, die weiterhin wissen wollen, wies mir im Ausland so geht, haben ohnehin meine Kontaktdaten in anderen Kommunikationsprogrammen. Wer sie nicht hat, kann sich ja noch gerne bei mir melden. 

Lg aus Bozen

Sigrid





Typo-Presentation

3 04 2008

Ola 🙂 

Wir hatten gestern Typopräsentationen und es ist manchmal sehr traurig mitzuerleben, wie manche Designstudenten!! keinen Wert auf Präsentationstechniken legen. Womit ich nicht behaupten will, eine weltbewegende Präsentation über die Thesis hingelegt zu haben, aber man merkt eben wer schon länger Grafikdesign studiert und wer keinen Tau hat bzw. keinen Wert auf die Präsentation seiner Arbeit legt. 

Zufällig gibt es auf youtube auch ein sehr nettes Video in Englisch dazu:

http://www.youtube.com/watch?v=GxSQ-0FWHNk 

Obwohl ich die Courier auch nicht als ideale Präsentationsschrift ansehe. Aber seht selbst 🙂   





Rovereto – Ausstellung Typo / Layout

3 04 2008

Hey there! 

Am Dienstag fand unsere erste Exkursion im Rahmen unseres Projekts statt (Magazine Fanzine Perzine – Whats next?). Wir fuhren mit TrenItalia nach Rovereto (nahe Verona) um uns dort im Museo d’Arte Moderna eine Ausstellung zum Thema Typographie und Layout anzusehen.  

 00005932.jpg 00005938.jpg

Die Figuren waren seltsamerweise nicht da, als wir dort waren.Die Ausstellung war sehr interessant und vorallem auch langwierig, zum Teil findet sich das berühmt berüchtigte Ikea-Prinzip wieder, sodass man in einer Sackgasse steht – die ja eigentlich keine wäre, hätten sie nicht die Gänge versperrt. Unter anderem waren auch futuristische und expressionistische Künstler ausgestellt. Und ich hab endlich einen Marcel Duchamp gesehen: 

dada_main.jpg

Ist vielleicht nicht seiner genialste Arbeit, aber man freut sich doch ab und zu wenn man den Künstler kennt, dessen Werk man sich anschaut. Vorallem am Ende der Ausstellungen waren sehr geniale moderne Werke (u.a Andy Warhol und viele andere unbekannte Künstler). Ein Künstler arbeitet zum Beispiel nur mit kurzen Wörtern, die er aus der Zeitung ausschneidet und bildhaft zusammensetzt. Man könnte fast meinen, ihm wäre seeehr langweilig gewesen. 

Es gab auch einen Raum in dem nur ein Fernseher stand, der ständig blinkte (schwarz – weiss) und am Bildschirm stand „Chi tu sei“ – „Wer bist du“ und mit einer Audiounterlegung:  „Sono Italiano, Sono Austriaco, … “ Der Begriff moderne Kunst ist scheinbar sehr dehnbar. In einem anderen Raum befand sich eine Installation bestehend aus lauter Gegenständen – es sah fast so aus wie ein Wohnzimmer, die von oben bis unten mit Lehm beschmiert waren. Sogar eine Vespa war dabei. Vielleicht finde ich noch ein Foto, dass ich euch zeigen kann. 

Nach 2 Stunden waren wir alle fix und fertig. War vielleicht doch etwas zuviel Informationsflut bzw. Eindrücke. Zusammengefasst war es sehr überaus spannend wie die verschiedensten Künstler mit Typographie, Kunst und Layout umgehen. Ich hab euch ja nur ein paar wenige Beispiele genannt. Oft schien es mir als wären manche Arbeiten schon wieder nahe an der „Trash-Kunst“, wohingegen Alex (Austauschstudent aus Würzburg) und Verena (Reguläre Designstudentin) diese als überaus genial empfanden. Man sieht also wieder, dass die Meinungen auseinander gehen und man vielleicht vorallem noch im Studium versuchen sollte zu experimentieren. Während ich von Bernd fast erschlagen worden wäre, als ich mal versuchte mit Typo zu spielen, wird hier nur gespielt und das zum Teil klarerweise auch gekonnt. Ich glaube, dass wir nach dem Studium noch genug Bauhaus/Schweizer Design produzieren müssen und kaum noch Freiraum bleibt.

Also legt los, haha 🙂 

lg aus Bozen

Sigrid  

PS: Unser Schreibwerkstattlehrer drückte es heute übrigens so aus: “ Alles Wahrscheinliche ist uninteressant“ und er bezog es auf die meisten Diplomarbeiten, die er hier so zu sehen bekommt. Vielleicht sollten wir uns das auch zu Herzen nehmen 😉  Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass ich eine „normale“ Bachelorarbeit fabrizieren werde. 





Come si dice?

28 03 2008

Ciao 😉

Come state ? Tutto bene, spero. Jaja, mein Italienisch wird und wird… zumindest hoffe ich das. Wenn wir uns im 5. Semester wiedersehen, müsst ihr mir vermutlich etwas Zeit geben, mich wieder auf die unterschiedlichen Dialekte umzugewöhnen. Im Moment rede ich generell einen Mischmasch aus Englisch, Deutsch und Italienisch und egal in welcher Sprache ich mich mit jemanden unterhalte sage ich ständig Come si dice  („Was heisst, Wie sagt man“) wenn mir ein Wort nicht einfällt. Ist schon komisch 😉

Darstellungsformen

Ich muss ehrlich gestehen, ich liebe dieses Fach. Bis auf den Fakt, dass es in einem anderen Gebäude stattfindet, dass ich glücklicherweise trotz komplizierter Wegbeschreibung fand, bin ich sehr begeistert davon! Sollte ich kein Designer werden kann ich ja eine neue Extremsportart für Senioren einführen – finde den Weg nach x ohne/mit komplizierter Wegbeschreibung und ahnungslosen Führer = mich.. haha..

Zurück zum Wesentlichen: Alleine der Raum bringt eine solche Atmosphäre mit sich, da dieser sich mitten unter dem Dach befindet. Überall stehen Staffeleien und Arbeiten von der anderen Gruppe herum (die konzentrieren sich mehr auf das Aktzeichnen). Der Dozent ist überaus kompetent und sehr lustig zugleich, da lachen selbst die portugiesischen Austauschstudenten, obwohl sie kein Wort verstehen. Leider könnte ich ihn euch nie adäquat beschreiben, man müsste fast ein Video drehen.. aber vielleicht bekomm ich das auch mal mit einer Audioaufnahme hin. Seine Arbeiten (typischer Produktdesigner) sind ebenfalls überaus exzellent, da kommt man sich daneben richtig klein vor.

Heute haben wir mit weissen Stiften auf schwarzem Papier gezeichnet, die Arbeiten sind zum Teil schön geworden. Sicherlich liegts auch an der Besonderheit auf schwarzem Papier zu malen, wer weiss ob manche Arbeiten schwarz auf weiss genauso gut funktionieren würden.

Ich werde übrigens immer noch schräg angeschaut, wenn ich all meine Wahlfächer aufzähle, da sich die meisten überschneiden und ich nur noch von einem Kurs in den nächsten hüpfe (manchmal dauert das Hüpfen etwas – zb. Englisch (Hauptuni) – Darstellungsformen (anderer Stadtteil Bozen). Vielleicht kennt jemand von euch ja dieses „Gefühl“, wenn man selbst bestimmen kann, welche Kurse man belegen möchte und welche nicht. De fakto ist man generell auch motivierter. Wenn ich mich da an Ethik & Co erinnere..

Übrigens werde ich – versprochen – am Wochenende endlich mal fotografieren gehen. Auch wenn ich noch keine Canon 5d hab – ihr müsst euch mit den unbearbeiteten Digicamfotos zufrieden geben 😉

Ciao Ciao a presto!





Typometer

23 03 2008

Ich werd den Typometer sicherlich noch öfters in meinem Projekt verwenden müssen und den angehenden Printlern unter euch möchte ich ihn auch nicht vorenthalten, zumal er hier gratis heruntergeladen werden kann:

http://www.designerinaction.de/downloads/software/mtruler.pdf

Have fun with it 😉 Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Augenarzt oder Typographiedozenten. 





Buon Pascale

22 03 2008

Ciao amici 🙂 

Ich bin für ein paar Tage wieder im schönen Oberösterreich. Leider gibt es hier keine richtigen Ferien, sowie in Österreich… Aber nachdem ich eh eine der letzten bin, die ins Ausland gefahren ist, will ich hier nicht suddern. Neulich musste ich entsetzt feststellen, dass wir nur noch 16 Wochen für das Projekt und all die Nebenfächer Zeit haben.. das schreit fast nach Happy Project.. mal sehn, ob mir mein Balkenplan diesmal mehr hilft. 

Zu Ostern gibts in Bozen/Italien übrigens kaum Osternester. Sie verschenken riesengroße Schokoladeneier in einem dünnen farbigen Aluminiumpapier. Wobei verschiedenste Größen erhältlich sind. Meine Schwester hat sich sehr über ihr Ei gefreut, dass sie allerdings erst am Sonntag essen bzw. suchen muss. Mir wird das Verstecken vermutlich schwerer fallen, als ihr das Finden. 😉 

 schokoei.jpg

 

Wettbewerbswerkstatt

Eine Besonderheit hier in Bozen ist die sogenannte Wettbewerbswerkstatt, die vom Dekan der Design und Kunstfakultät geleitet wird. Man sucht sich also einen Wettbewerb und erstellt eine Arbeit dafür oder aber man nimmt ein bereits fertige Arbeit und verbessert diese, sodass sie präsentationsreif ist. Unterstützung bekommt man dabei vom Plenum (also den anderen Studenten und ihm) um diesen Wettbewerb auch wirklich gewinnen zu können. Außerdem werden Wettbewerbsausschreibungen im Plenum genauestens geprüft um festzustellen ob diese seriös genug sind. Es gibt ja einige Wettbewerbe die umgangssprachlich gesagt nicht ganz sauber sind (Autorenrechte, usw.) Schade, dass es so etwas in Dornbirn nicht gibt. Meiner Ansicht nach, würde uns das allen helfen unsere rhetorischen Fähigkeiten zu verbessern, sei es vor einem Kunden oder auch eben vor eine Jury. Viele der Produktdesignstudenten haben bereits erfolgreich solche Wettbewerbe bestritten und ihre Reputation dementsprechend gesteigert. 

Damit habe ich jetzt fast alles gewünschten Fächer bis auf „Darstellungsformen“ ausprobiert. 

 

Unileben 

Weitere Notizen:

Unibar – Diese ist fixer Bestandteil der Uni. Hier bekommt man den wohl besten und größten Coffee-to-go. Natürlich kann man es sich auch in der Bar gemütlich machen. Hier treffen auch Dozenten und Studenten aufeinander und man hat das Gefühl, dass das Verhältnis weitaus „wärmer“ ist, als in Dornbirn. 

Studentcard – Wenn man diese vergessen hat, ist man auf der ganzen Länge aufgeschmissen. Leider ist mir das schon öfters passiert… Fast alles lässt sich damit öffnen: PcRäume, Gänge, Türen in Treppenhäusern, usw. Man kann auch nur damit an den Kaffeeautomaten und in der Mensa zahlen. Da wundert es mich schon fast, dass man die Toilette auch so betreten kann. 

 

 Projekt 

Die erste Startphase ist soweit vorrüber und nun  geht es um eine Namensfindung für das Magazin (also auch in gewisser Weise eine Markenfindung) und natürlich auch die Inhalte. Etwas Marketing ist ebenso gefragt bei der Definierung von Zielgruppe etc. Ich wusste übrigens nicht, dass man auch bei Magazinen Storyboards erstellt (die machen wir nächste Woche). Vielleicht kann ich dann ja etwas einscannen und damit wieder etwas Abwechslung in diese Text“blogs“ bringen. Die Magazinthemen in unserer Gruppe variieren sehr stark von Fashion (man glaubt es kaum..) über Punk bis hin zur Spaltung von Deutschland. Ich bin schon sehr gespannt, was die Leute im Endeffekt dann aus ihren Themen machen. Ich stelle mir gerade Fashion sehr schwierig vor, da es hier ja schon soviele Magazine gibt… Wer mich kennt weiss ja, dass ich sicher nicht bei der Norm bleiben kann und irgendetwas „freakiges“ kreieren möchte. Hoffentlich kommt mir dann auch noch eine Idee, die gut genug ist. 

Die beiden integrierten Fächer Geometrie des Bildes (in italienisch) und Digitale Grafik&Typographie (ebenfalls in Italienisch) sind zwar beide sehr interessant. Aber wie gesagt, die Vorlesungen sind nicht ohne auf Italienisch. Manchmal sitz ich in einer Vorlesung und denk mir .. schön du bewegst den Mund und es kommen Wörter raus.. Geometrie des Bildes sollen wir vorerst ein Objekt (Tasche, Pflanze oder Handy) analysieren und Plakate dazu erstellen. Leider behandeln wir in Digitale Grafik und Typographie eher noch die Basics. (Schriftgeschichte usw.) Als nächstes dürfen wir ein Referat zu einer Schriftfamilie halten.Wo hab ich nur meine Lucas de Groot-materialien vom ersten Semester hingetan 😉  





City Life

16 03 2008

Notizen:In Bozen trinkt man kein Bier. Nein es wird mit Cola gemischt. Das ganze nennt sich dann Colaweizen…. wuahhh…. Was für eine Mischung..  Wenn man also das nicht möchte, kann man auf den Venetianer umsteigen (dieses Getränk hat in den verschiedensten Teilen Italiens andere Namen). Damit ist aber lo sprizz gemeint. 

In Bozen haben die Geschäfte Samstags geschlossen. Nur wenige haben Samstagnachmittags geöffnet. So sollte man sich klugerweise zb. Papier (vorallem wenn es sich bereits um eine abnormale Größe: A3) handelt, nur unter der Woche kaufen. In Bozen gibt es wie fast überall sogenannte Schnorrer. Komischerweise meist Menschen mit anderer Pigmentfarbe (hoffentlich war das jetzt politisch korrekt). In diesem Fall schaust du ihn verständnislos an, sagst ihm im breitesten Dialekt, dass du ihn nicht verstehst und drehst dich um und gehst. Andere Sprachen wie finnisch etc. sind hierbei noch besser. Vorbeigehen ist natürlich auch eine Möglichkeit. Die besonders aufdringlichen wird man aber ansonsten schwer los.

In Bozen gibt es keine vernünftigen Stadtpläne geschweige denn Stadtbuspläne. So kommt es, dass man sich hier leicht verläuft. Bestimmte Straßen werden nämlich gar nicht eingezeichnet. Trial und Error auf der ganzen Linie. Es ist auch ein Wunder wenn man den richtigen Bus erwischt, bei all den etwas konfusen Plänen. Daher – fahre mit dem Rad, so kann ich immer umdrehn. Außerdem werden die Radfährer die tagtäglich von Gries ins Zentrum fahren auf einer netten digitalen Anzeige gezählt. So bin ich selten die Nummer 1.. eher 1700 (und das um 10:30 morgens).

 In Bozen gibt es immer wieder witzige Kellner in den verschiedensten Gasthäusern. Beispiel: Meine Eltern (die mich besuchten) wurden von einem Kellner mit der junge Herr und die junge Dame angesprochen. Das fand ich ja noch solange amüsant, bis mir dieser Herr meinen Kopf tätschelte und sagte meine Kleine…  Ho 20 ANNIIII!!!!!

Naja immerhin komm ich immer in die Lokale/Festl ohne Ausweis rein, gell Karin 😉 

to be continued